Weniger Kosten für Parkplatzsuche

Jeder Autofahrer wird Ihnen bestätigen, dass die Parkplatzsuche der mit Abstand unerfreulichste Teil des Autofahrens ist. Die Vorstellung, durch eine Stadt zu kurven und jeden erdenklichen Platz nach einer Parkmöglichkeit abzusuchen, ohne eine zu finden, ist nervenaufreibend. Dieses frustrierende Gefühl ist allerdings nicht der einzige Preis, den der Autofahrer, die betroffene Stadt oder die Umwelt insgesamt zahlt.  

Denken Sie nur an den Stress, der entsteht, wenn man seinen Zielort erreicht, aber nicht wirklich „ankommt“, weil man auf der Suche nach einem Parkplatz in einer endlosen Spirale stecken bleibt. Eine Untersuchung bei amerikanischen Autofahrern zum Thema Parken ergab, dass 61% bei der Parkplatzsuche Stress empfanden; 42% hatten eine Verabredung verpasst, 34% eine Fahrt wegen Parkproblemen aufgegeben und 23% Gewalt im Straßenverkehr erfahren.  

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Dort, wo Parkplätze rar sind, entstehen außerdem Wettbewerbsnachteile. Einer von INRIX Research durchgeführten Studie zufolge verschwenden allein in Großbritannien und Deutschland Autofahrer 44 bzw. 41 Stunden pro Jahr mit der Suche nach einem Parkplatz. Die Kosten dafür werden auf 26,6 bzw. 40,4 Milliarden Euro geschätzt. Nicht außer Acht lassen sollte man auch die oft zitierte Statistik, nach der bis zu 30% des städtischen Autoverkehrs durch Parkplatzsuche verursacht werden, was wiederum alle anderen Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer und Fußgänger stark behindert.  

Aus einer anderen Untersuchung von INRIX geht hervor, dass die versteckten Kosten durch Verkehrsstaus und Parkplatzsuche bis zu einem Drittel der Gesamtbetriebskosten eines Fahrzeugs ausmachen. Diese wurden in zwei Kategorien aufgeteilt: direkte Kosten etwa für Wartung, Kraftstoff, Versicherung, Parkgebühren und Straßenmaut und indirekte Kosten, darunter für verschwendete Zeit bei der Parkplatzsuche, Bußgelder, zu viel bezahlte Parkgebühren und CO2-Emissionen.   

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Die lange Suche nach einem Parkplatz hat also einen vielfältigen Dominoeffekt: Sie beeinträchtigt die Stimmung des Fahrers, verschwendet Zeit und Kraftstoff, trägt zu Verkehrsstaus und Schadstoffemissionen bei und führt dazu, dass Autofahrer private und geschäftliche Termine nicht pünktlich wahrnehmen können. Hinzu kommen steigende Betriebskosten für das Fahrzeug und abnehmende Produktivität in den Städten. Die Zahlen lügen nicht: Parkplatzsuche ist kostspielig und verunreinigt die Luft.

Die Frage ist: Gibt es eine Lösung für das Problem? EasyPark meint, es gibt zwei. Seit Jahren schon vereinfacht EasyPark das Parken für Millionen von Nutzern in allen Teilen Europas. Nun konzentriert sich das Unternehmen auf den Abbau von Verkehrsstaus, indem Park-Engpässe identifiziert und Autofahrer rasch zu verfügbaren Parkplätzen geleitet werden. Mit Find & Park und dem Parking Dashboard stellt EasyPark zwei Angebote bereit, die die Last des Parkens erleichtern. Find & Park zum Beispiel hilft Fahrern, einen Parkplatz auf der Straße oder in einer Parkgarage in der Nähe ihres Zielortes zu finden. Wie funktioniert das?

Find & Park integriert empirische und statistische Daten und kombiniert sie miteinander, um Autofahrer zu verfügbaren Parkmöglichkeiten zu leiten. Das System schließt auch Straßenparkplätze ein. Mit Hilfe von komplexen Algorithmen zur Verarbeitung von Daten aus unterschiedlichen Quellen, darunter Daten von Zahlungstransaktionen, Geräteortungsdaten, Sensordaten und Floating-Car-Daten, ist es EasyPark gelungen, eine präzise hochauflösende Karte über verfügbare Parkplätze zu erstellen. Der Grundstein für dieses revolutionäre Konzept wurde 2016 gelegt, als EasyPark die Firma Parko übernahm, einen Spezialisten auf dem Gebiet. Die Technologie erfordert keine weitere Infrastruktur, da keinerlei Hardware installiert werden muss.  

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„Schneller zu freien Parkplätzen zu gelangen, vermeidet nicht nur Staus und Schadstoffemissionen, sondern auch eine Menge Stress und Frustration bei den Autofahrern“, sagt Johan Birgersson, CEO der EasyPark Group. „Erste Tests von Find & Park in Stockholm haben gezeigt, dass das System die Zeit für die Parkplatzsuche um bis zu 50% verkürzt. Damit könnte Find & Park die Entstehung von Verkehrsstaus und den Schadstoffausstoß in Städten maßgeblich beeinflussen“, meint er.

Die digitale Plattform Parking Dashboard soll Städten und Parkraumbetreibern eine umfassende Einschätzung der Parksituation ermöglichen, um ihre Parkprozesse zu optimieren. Sie bietet den Anwendern eine Karte, die ihnen zeigt, wann und wo Autos geparkt werden. Wenn bestimmte Parkräume besonders häufig genutzt werden, kann der Betreiber oder die Stadt die Autofahrer zu anderen nahegelegenen Parkmöglichkeiten umleiten oder die Parkdauer in den stark frequentierten Parkräumen begrenzen, um den Verkehrsfluss in der Stadt zu maximieren.  

Parking Dashboard erleichtert und unterstützt langfristige Entscheidungen, die gemeinsam mit Politikern getroffen werden können – Entscheidungen, die das gesamte Spektrum von der Bereitstellung von Parkräumen über die Parkdauer bis hin zur Höhe der Parkgebühren umfassen“, erklärt Sebastian Ritzen, Product Owner bei EasyPark. „Die Plattform arbeitet mit der gleichen Designphilosophie und Übersichtlichkeit, die wir auch bei Verbrauchern verwenden. Das heißt, die Nutzer erhalten in leicht verständlicher und benutzerfreundlicher Weise Zugriff auf enorme Mengen an wertvollen Daten und können diese analysieren.“

Das Beste an diesen beiden Lösungen ist, dass Städten und Autofahrern der Dominoeffekt der zeitraubenden Parkplatzsuche erspart bleibt. Indem Autofahrer auf dem schnellstmöglichen Weg zu verfügbaren Parkplätzen geleitet werden, lassen sich Staus, Emissionen und Frustration abbauen. Der geringere Zeitaufwand für die Parkplatzsuche wirkt sich außerdem positiv auf die Produktivität in den Städten aus. Mit den erforderlichen Daten für fundierte Entscheidungen über Zoneneinteilung, Parkgebühren, Restriktionen und Parkraumbestände sind Städte in der Lage, den Verkehrsfluss zu verbessern. Es ist also aus jeder Perspektive eine Win-Win-Situation – für die Autofahrer als auch für die Städte.